Ein heller, moderner Konferenzraum mit großen Fenstern und Parkettboden. Mehrere Personen sitzen an einem u-förmig angeordneten Tisch und nehmen an einer Besprechung oder Fortbildung teil. Auf einer Leinwand ist eine Präsentation mit einem Schaubild zu sehen. Im Vordergrund geht ein Mann am Tisch entlang, weitere Teilnehmende sitzen oder stehen im Raum. Auf den Tischen stehen Getränke und liegen Laptops sowie Unterlagen.
Aus dem Verband

Schule der Zukunft: Denkfabrik des vds Schleswig-Holstein entwirft mutige Visionen

Zusammenfassung

Der Artikel berichtet von der jüngsten Zusammenkunft der Denkfabrik des Verband Sonderpädagogik Landesverband Schleswig-Holstein e.V., die Visionen und innovative Ideen für eine inklusive und adaptive Schule der Zukunft entwickelte. Schwerpunkte sind das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler, individualisierte und flexible Lernkonzepte, eine hochwertige und eng verzahnte Lehrkräfteausbildung sowie die Vernetzung von Schulen im Sozialraum. Alle Akteure sind eingeladen, diese inspirierenden Ansätze aktiv mitzugestalten.

Am 1. April kamen engagierte Köpfe der Sonderpädagogik und Bildungsarbeit in der Denkfabrik des Verband Sonderpädagogik Landesverband Schleswig-Holstein e.V. zusammen, um inspirierende und innovative Ideen für die Schule von morgen zu entwickeln.

Im Mittelpunkt standen dabei die großen Herausforderungen unserer Zeit: Wie schaffen wir es, das Wohlbefinden und die ganzheitliche Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler sicherzustellen, adaptive Unterrichtskonzepte zu etablieren und gleichzeitig eine hochwertige und vernetzte Ausbildung für Lehrkräfte zu gewährleisten?

Die Schule als Wohlfühlort – gemeinsam stark
Ein zentraler Gedanke ist es, die Schule konsequent als Ort des Wohlbefindens zu etablieren. Lernen gelingt am besten dort, wo Wertschätzung und soziale Bindungen an erster Stelle stehen. Das Motto „Menschenbildung vor Fachbildung“ hebt hervor, dass Schülerinnen und Schüler zuerst als Individuen mit ihren eigenen Perspektiven und Bedürfnissen gesehen werden müssen. Projekte wie „Lernen am anderen Ort“, regelmäßige Begegnungszeiten und gemeinsame Mahlzeiten stärken das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig.

Individualisierung und flexible Lernkultur
Die Denkfabrik betont, dass individualisiertes Lernen mehr bedeutet als differenzierte Aufgabenstellungen: Es verlangt Zeit, Raum und eine flexible Prüfungs- und Leistungskultur. Fehler dürfen ausdrücklich als Lernchance verstanden werden. Lehrkräfte benötigen dazu gezielte Unterstützung und die Möglichkeit, ihre fachliche Expertise flexibel einzusetzen.

Verzahnung der Ausbildung – Kooperation als Schlüssel
Um den berüchtigten „Praxisschock“ für angehende Lehrkräfte zu reduzieren, forderten die Teilnehmenden eine engere Verzahnung der Ausbildungsphasen. Teamarbeit und eine gemeinsame pädagogische Haltung sollten nicht nur Teil der Berufspraxis, sondern integraler Bestandteil aller Phasen der Lehrkräfteausbildung sein. Best-Practice-Beispiele, professionelle Begleitung und kontinuierliche Entwicklungsarbeit können helfen, zukünftige Lehrkräfte noch besser auf die komplexen Anforderungen des schulischen Alltags vorzubereiten.

Schule als vernetzter Sozialraum
Die Vision der Denkfabrik sieht Schule als integrativen Bestandteil ihres Sozialraums. Eine enge Zusammenarbeit mit Eltern, Vereinen, sozialen Einrichtungen und politischen Akteuren ist zentral, um nachhaltige Bildungserfolge zu sichern. Multiprofessionelle Teamarbeit und innovative Campusmodelle können hier entscheidend dazu beitragen, Schule als lebendige und demokratische Gemeinschaft zu etablieren.

Die Ergebnisse dieser Denkfabrik setzen Impulse, um Schule als Raum der Entfaltung, des Lernens und der Gemeinschaft neu zu denken – mutig, inklusiv und zukunftsorientiert.

Der vds Schleswig-Holstein lädt alle interessierten Akteure herzlich dazu ein, sich an diesem spannenden Prozess zu beteiligen und Schule aktiv mitzugestalten!